Das Dorf Gologorica liegt auf einem Schieferhügel über dem weiten, fruchtbaren Tal des Flusses Raša. Dieser Raum war sicherlich schon in der Vorgeschichte besiedelt und wurde erstmals im Jahr 1102 als Zentrum eines Lehen erwähnt, das von dem Adligen Konrad erworben wurde.
Direkt am Eingang von Gologorica befindet sich die romanische Kirche der seligen Jungfrau Maria, die um 1400 mit gotischen Fresken von einem unbekannten Volksmeister bemalt wurde. Man betritt Gologoricu durch das Vela Vrata, einst das Haupttor der Mauern, die das Dorf schützten. Eine kurze Gasse führt zum Platz vor der Kirche, der vom Haus De Franceschi dominiert wird, das im Jahr 1711 erbaut wurde.
Ein ummauerter Hügel im Zentrum des Dorfes war einst der Standort des alten Friedhofs, auf dem im 17. Jahrhundert die Pfarrkirche St. Peter und Paul errichtet wurde. Früher befand sich an dieser Stelle eine ältere Kirche, von der gotische Reliefs der Kreuzigung und der Niederlegung Jesu im Grab aus dem Jahr 1466 erhalten sind. Auf dem Friedhof befindet sich die Kapelle Allerheiligen, in der sich eine glagolitische Inschrift aus dem Jahr 1549 auf einem steinernen Taufbecken für Weihwasser befindet.
In der Nähe von Gologorica befindet sich die Höhle Piskovica, benannt nach dem Kalkstein (Lapora), der die umliegende Landschaft geformt hat. Die Höhle ist ein einzigartiges speleologisches Objekt dieser Art in Istrien und gleichzeitig die längste Höhle in Istrien.